Dokumentation für SyMon R3
ACHTUNG! Zusätzlich zu dieser Dokumentation gibt es auch
eine PDF-Version von "Examples of SyMon Usage" (in englisch). Schauen Sie auf der Download Seite
- Lizenzvereinbarung
- Einführung
- Das Ziel dieses Projekts
- Installation von SyMon
- Allgemeine Beschreibung
- Partitionen Editor
- Setup Dialog
- Hauptmenü
- Partitionen Autosuche
- Beispiele
- Plugins
- Standard Plugin
- Appendix A. Codes von Dateisystemen
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Lizenzvereinbarung für Symon Release 3 |
Copyright © 1998-2012 by Vladimir Dashevsky
Copyright © 1999-2000 by Daniel Smelov
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werden. Ohne Registrierung handelt es sich bei der Software um eine Evaluierungsversion.
Für die Evaluierungsversion beschränkt sich Ihre Nutzungserlaubnis auf einen Zeitraum von
40 Tagen vom Zeitpunkt der Installation, nach dem die Software einen Verzögerungsmechanismus
(15 Sekunden) automatisch aktiviert. Die Software bleibt auch dann in Funktion, so dass
Sie die Registrierungsprozedur beenden können. Die Registrierung von Release 3 kann auf der
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Nach Ablauf des Evaluierungszeitraums dürfen Sie die Software nicht benutzen, sonst
verletzen Sie die Urheberrechte und die internationalen Copyright-Rechte.
Sie können, ohne den Release 3 zu registrieren:
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exakte Kopien dieser Evaluierungsversion persönlich an jede beliebige Person weitergeben,
sofern dies nicht zu dem Zweck geschieht, die Evaluierungsfrist von 40 Tagen zu verlängern;
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die Evaluierungsversion der Software und der Online-Dokumentation auf elektronischem Wege in
unveränderter Form verbreiten; und
-
eine beliebige Anzahl exakter Kopien zum Zwecke der unter zwei oben genannten Punkten beschriebenen
Weitergabe erstellen.
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DER SOFTWARE, DER MITGELIEFERTER DATEIEN ODER DER BEGLEITENDER SCHRIFTLICHER
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Zuerst sollten einige Fachbegriffe beschrieben werden, damit alle Probleme
klar werden, die eigentlich diese SyMon Software notwendig machen. Diese
Beschreibung wollen wir mit der Festplatte anfangen.
Eine Festplatte, wie jedes andere block-organisierte Medium auch, speichert
Informationen in einheitlichen Portionen, genannt Blocks. Ein Block ist die
kleinste Informationsmenge auf Festplatte, die eine eigene Adresse besitzt.
Der Datenaustausch mit der Festplatte basiert darauf, dass dem Kontroller
der Festplatte eine Adresse des Blocks gegeben wird, der gelesen oder
geschrieben werden soll. Die Größe eines Blocks ist mit der Zeit standardisiert
worden und ist gleich für alle Festplatten - 512 Byte.
Schon auf den ersten Festplatten hat man Informationen in Sektoren gespeichert,
auf jeden physikalischen Sektor ist dabei genau ein Block Information gekommen.
Die Sektoren befinden sich auf Tracks (Zylindern), die Tracks ihrerseits auf
den beiden Oberflächen der magnetischen Disk, so dass man jeden Sektor durch
Angabe von 3 Parametern adressieren kann. Diese Adressierungsmethode war
weit verbreitet und bekam die Abkürzung CHS (Cylinder, Head, Sector). Genau
diese Methode wurde in den ersten BIOS realisiert, was später zu Problemen mit
Speicherplatzadressierung führte. Durch BIOS wurde das Adressierungsraster so
festgelegt: 63 Sektoren, 255 Tracks (Heads) und 1024 Zylinder. Die realen
Festplatten benutzten jedoch lediglich 16 Tracks. So kam es zur ersten
Einschränkung, was die Festplattenadressierung angeht: 1024*16*63*512=504MByte.
Natürlich ist im Laufe der Zeit diese Festplattenkapazität unzureichend geworden.
Festplatten sind größer geworden, die Anzahl der Zylinder stieg über 1024, was
damals die maximal mögliche Zylinderzahl war. Also hat man eine raffinierte
Translationsmethode eingeführt, um diese Einschränkung umzugehen. Wie genau diese
Methode funktioniert, siehe unten.
Alle Probleme, die BIOS in Zusammenhang mit physikalischer Festplattengeometrie
hatte, führten zu einer neuen Blockadressierung auf der Festplatte. Diese neue
Adressierung ist ziemlich einfach. Alle Blocks der Festplatte werden mit
einem-einzigen Parameter beschrieben, der Lineare Blockadresse heißt. Die
Abkürzung dafür ist LBA. Man kann die CHS-Adresse eindeutig in die
LBA-Adresse mit folgender Formel umrechnen:
LBA = (cyl*DRIVE_HEADS + head)*DRIVE_SECTORS + (sector-1);
Die Einführung der LBA-Unterstützung in die Festplatten-Kontroller ermöglichte
eine Adressen-Translation im BIOS. Hier hat man die Tatsache ausgenutzt, dass
aus möglichen 255 Tracks nur 16 benutzt wurden. Also hat man rein rechnerisch
die Anzahl von Tracks erhöht und die Anzahl von Zylindern entsprechend reduziert.
Diese Umrechnung ermöglichte es, das Adressierungsraster komplett zu benutzen.
So konnte BIOS einen wesentlich größeren Bereich adressieren: bis zu 8 GByte.
Ein weiterer Anstieg von Festplattenkapazitäten ist mit dem alten BIOS-Interface
unmöglich geworden. Also hat man ein neues, erweitertes BIOS-Interface entwickelt,
welches sehr große Blockadressen verwalten konnte. Dieses neue Interface war aber
mit dem alten nicht mehr kompatibel, und das ist der Grund, wieso alte
Betriebssysteme wie DOS niemals über die 8 GByte-Grenze hinaus können, weil sie
nur das alte Interface benutzen. Manche moderne Betriebssysteme benutzen BIOS
nicht mehr, sondern haben ihre eigenen Treiber zum Arbeiten mit der Festplatte.
Deswegen gilt diese Einschränkung für solche Systeme nicht mehr. Doch in der
Startphase ist jedes System auf das BIOS angewiesen, um wenigstens eigene
Treiber lesen zu können. So kommt es dazu, das manche Systeme hinter der 8
GByte-Grenze nicht gebootet werden können, doch sie können dort Informationen
lesen und speichern.
Jetzt wollen wir die Organisation mehrerer Betriebssysteme auf einer Festplatte
betrachten. Betriebssysteme, wie andere Daten auch, werden in logischen Bereichen
einer Festplatte gespeichert, die man Partitionen nennt. Eine Partition ist der
gesamten Festplatte sehr ähnlich, weil sie aus aufeinander folgenden Blocks
besteht. Will man also eine Partition beschreiben, dann ist es ausreichend, die
Adresse des Anfangs und die Länge der Partition in Blocks anzugeben.
Eine Partition stellt an sich einen Container dar, welcher ein Dateisystem enthält.
Unter einem Dateisystem versteht man ein Markierungssystem, welches bestimmt, in
welchen Blocks Benutzerdaten gespeichert werden können. Ein Dateisystem wird
durch eine Formatierung erzeugt. Hat man eine Partition formatiert und in diese
Partition Systemdateien kopiert, dann wird es möglich, diese Partition bootfähig
zu machen. Eine bootfähige Partition hat in ihrem ersten Block ein kleines Programm,
welches zum Booten des Betriebssystems nötig ist. Doch zum Booten des
Betriebssystems muss erst die Kontrolle irgendwie in diesen ersten Block
übergeben werden. Wie das genau geschieht, wird etwas später erklärt.
Partitionen mit Dateisystemen dürfen sich nicht überlappen. Der Grund dafür
ist der, dass jedes Dateisystem bestimmte Festplattenbereiche für sich
beansprucht. Wenn sich zwei Partitionen überlappen, dann kommt es irgendwann
zu einem Konflikt. Der Konflikt entsteht nicht sofort, sondern erst dann,
wenn sich der freie Platz mit Daten füllt. Die Folgen sind dann verheerend.
Sorgfalt ist also geboten, wenn man Partitionen anlegt.
Man sollte hier betonen, dass eine Überlappung von Partitionen an sich
noch nicht gefährlich ist. Gefährlich wird es, wenn sich die darin enthaltenen
Dateisysteme überlappen. Wenn man Partitionen anlegt, dann wird in den
betroffenen Festplattenbereichen noch nichts geändert. Doch wenn man
versucht, frisch angelegte Partitionen zu formatieren, dann muss man damit
rechnen, dass die in der Partition enthaltenen Dateien dabei beschädigt
werden. Genau dann könnte sich eine Überlappung von Partitionen als
Daten-Killer erweisen. Dies gilt für alle Typen von Datei- und
Betriebssystemen und nicht nur für die weit verbreiteten Systeme.
Partitionen auf einer Festplatte können immer wieder angelegt und gelöscht werden.
Die Partitionierung ist lediglich eine Software-Operation und bewirkt nichts
physikalisches auf der Festplatte. Die Information über die aktuelle Partitionierung
ist im ersten Sektor der Festplatte gespeichert, welcher den Namen Master Boot
Record (MBR) hat.
Das MBR ist das wichtigste Mittel beim Booten eines Betriebssystems, welches durch
BIOS unterstützt wird. Das hat drei wichtige Bestandteile:
-
Der Programmcode (IPL). Dieses kleine Programm wird durch BIOS gestartet,
nachdem BIOS das MBR erfolgreich in den Arbeitsspeicher geladen hat. Naturgemäß
ist dieses Programm nicht besonders leistungsstark, es kann lediglich den Rest
von MBR nach einer aktiven Partition durchsuchen und dann die Kontrolle in den
ersten Sektor dieser Partition übergeben. Dort befindet sich normalerweise ein
weiteres Programm, welches fähig ist, ein Betriebssystem in dieser aktiven
Partition zu booten.
-
Die Partitionen Tabelle. Sie befindet sich ab dem Offset 0x1BE im MBR. Diese
Tabelle enthält 4 Einträge, welche bis zu 4 Partitionen der Festplatte beschreiben.
Nur einer der Einträge darf als bootfähig (aktiv) markiert werden.
-
Die MBR-Signatur. Die letzten zwei Bytes des MBR müssen den Wert 0xAA55 enthalten.
Das BIOS prüft anhand dieser Signatur, ob MBR korrekt geladen wurde.
Auch heute werden die meisten Festplatten immer noch so partitioniert, wie es
zu den Zeiten von MS-DOS üblich war. Das bedeutet, standardmäßig werden von
den möglichen vier nur zwei Partitionen angelegt: eine primäre FAT/NTFS Partition
und eine erweiterte (extended) Partition, welche wiederum mehrere unterschiedliche
Subpartitionen enthalten kann. Die erste (primäre) Partition bekommt gewöhnlich den
Laufwerksbuchstaben C:. Die erweiterte Partition stellt einen Container dar, der
mehrere logische Laufwerke enthalten kann, diese können theoretisch auch fremde
Datei- und Betriebssysteme enthalten, die das System vom Laufwerk C: gar nicht
erkennt. Besser wäre es natürlich, für solche fremde Systeme ihre eigenen
Primär-Partitionen anzulegen, doch dafür ist oft die MBR-Partitionentabelle zu
klein.
Wenn man ein-einziges Betriebssystem auf der Festplatte hat, dann muss man
beim Booten keine Auswahl treffen. In diesem Fall ist der Standart-Programmcode
(IPL) mehr als ausreichend. Will man jedoch ein weiteres Betriebssystem installieren,
dann kommt man mit der Standartlösung nicht mehr weit.
Will man mit Standartmitteln mehrere Betriebssysteme booten, dann hat man zwei
Möglichkeiten:
-
Man kann mehrere Betriebssysteme auf verschiedenen Festplatten installieren, jeweils
ein Betriebssystem pro Festplatte. Dann hat man die Möglichkeit, beim Hochfahren des
Rechners im BIOS Setup die erste Festplatte festzulegen, von welcher ein Betriebssystem
booten soll. Diese Lösung ist teuer und unkomfortabel, weil man bei jedem Systemwechsel
das BIOS Setup betreten muss.
-
Man kann mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte in mehreren Primärpartitionen
installieren. Ein Systemwechsel wird dann möglich, wenn man vor dem Systemstart festlegt,
welche Primärpartition im MBR aktiv ist. Das kann man z.B. mit Hilfe des Fdisk-Tools
machen. Diese Lösung ist auch sehr unkomfortabel, außerdem kann das Fdisk-Tool nur eine
primäre und eine erweiterte Partition anlegen, so braucht man zumindest in der Startphase
eine Spezialsoftware.
Dann gibt es noch den OS/2 Boot Manager. Dieses Programm belegt jedoch einen Zylinder
(7,8 MByte) auf Festplatte, weiterhin belegt es einen der vier Einträge im MBR.
Es gibt auch Bootmanager, die sich in FAT-Partitionen befinden, doch viele von ihnen
sind nicht gerade klein und, was kritischer ist, sie können leicht bei Virenbefall
oder bei einfachen Systemfehlern beschädigt werden.
Viele Programme arbeiten direkt mit dem MBR. Das macht jedes Betriebssystem beim
Hochfahren, Diagnose- und Prüftools wie Norton Disc Doctor oder Fdisk tun das auch.
Deswegen wird aufgrund der Kompatibilität verlangt, dass nach einem Systemstart nur
vier Partitionen benutzt werden. Systeme, die identische Dateisysteme benutzen,
(solche wie DOS und Windows) können Probleme mit der Verschiebung von Laufwerksbuchstaben
bekommen, falls ein weiteres System (z.B. MS-DOS) hinzukommt.
Das sind die häufigsten Probleme, die ein Benutzer bekommt, wenn er mehrere Betriebssysteme
installieren will.
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Das Ziel dieses Projekts. |
Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die oben genannten Probleme zu lösen.
Hier muss man betonen, dass man niemals mehr als vier MBR-Einträge erzeugen kann,
um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen zu gewährleisten. So kann
jedes System und jedes Tool bis maximal vier Einträge in der MBR-Partitionentabelle
auf einmal erkennen. Andere Partitionen, die zwar existieren, aber in der
MBR-Tabelle nicht dargestellt sind, bleiben für diese Tools einfach unsichtbar.
So muss man aufpassen, dass Tools wie Fdisk nicht etwa versuchen, in "unbelegten"
Bereichen der Festplatte neue Partitionen anzulegen. Solch eine Operation würde
verdeckte Partitionen und Daten beschädigen. Um sicher zu gehen, hat SyMon einen
eigenen internen Partitionen Editor, welcher alle Partitionen auf der Festplatte
sicher anlegen und wechseln kann. Auf diese Weise kann man mehr als 4 Partitionen
anlegen, doch die Warnung bleibt:
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Benutzen Sie immer den internen Partitionen Editor, wenn Sie nicht genau wissen,
wie ein Tool wie Fdisk funktioniert. Das gilt auch für System-Installationsprogramme,
die Partitionen anlegen und löschen können. Wird eine Partition gelöscht oder kürzer
gemacht, wird das keine Auswirkungen auf andere Partitionen haben. Wird dagegen eine
Partition verschoben oder größer gemacht, dann kann dieser Vorgang sehr schnell eine
benachbarte Partition beschädigen, die gerade verdeckt ist.
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Dank der neuen Installationstechnik ist diese Prozedur einfach und
sicher. Die Installation ist in zwei Schritte eingeteilt. Im ersten
Schritt wird eine Installationsdiskette vorbereitet. Um dies zu tun
müssen Sie aus dem Internet das so genannte "Bootdisk"-Utility
herunterladen, um eine bootfähige Diskette für DOS oder für
Windows 95/98/ME zu erzeugen. Man findet dieses Utility
hier. Wenn man
eine neue Diskette in das Disketten-Laufwerk hineinlegt und dieses Utility unter
Windows startet, wird automatisch eine bootfähige Diskette erzeugt. Die
Diskette sollte keine fehlerhafte Sektoren enthalten, um Probleme in Zukunft zu
vermeiden. Dann kopieren Sie bitte auf die Diskette alle Dateien
aus dem SyMon Installationspaket und die Lizenzdatei "LICENSE.TXT",
falls Sie diese erhalten haben.
Sollte Ihr Rechner kein Disketten-Laufwerk haben, dann können Sie einen bootfähigen USB-Stick
erzeugen und von diesem booten, wie wenn das eine Diskette wäre. Dazu werden Sie allerdings
ein anderes Utility benötigen, dieses finden Sie
hier.
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WICHTIG: man sollte diese Diskette oder diesen USB-Stick sicher aufbewahren. Das ist
wichtig, um SyMon später wiederherstellen oder entfernen zu können.
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Im zweiten Schritt wird der Rechner von dieser Diskette gebootet.
Dabei wird das SyMon Setup-System gestartet. Vor der Installation
des SyMon Bootmanagers muss man hier einige Einstellungen
vornehmen.
Installation von der Diskette hat einen wichtigen Vorteil, und zwar
garantiert diese, dass man SyMon später wieder entfernen kann, ohne
dass irgendwelche Veränderungen auf der Festplatte übrig bleiben.
Sollten Sie feststellen, dass SyMon Ihre Probleme nicht lösen kann
oder Ihnen einfach nicht gefällt, dann können Sie einfach noch
einmal das SyMon Setup-System von der Diskette starten und SyMon
entfernen.
Folgende Beschreibung bezieht sich auf den zweiten Installationsschritt.
Weil auch der zweite Schritt an sich nicht so komplex ist, wollen wir
uns nur kurz das Menü des Setup-Systems anschauen. Hier ist das
aufgerollte Menü:
Lizenzvereinbarung
Dokumentation
Operationen
SyMon installieren
SyMon deinstallieren
SyMon starten
Backup Manager
Bootsektor reparieren
Partition Manager
Einstellungen
SyMon Schriftart
SyMon Varianten
Setup Einstellungen
Registrierung
Beenden
- Lizenzvereinbarung. Hier sieht man die Lizenzvereinbarung für SyMon R3.
- Dokumentation. Hier wird die Übersicht der mitgelieferten Dokumentation
geöffnet. Es ist möglich, Themen auszuwählen und zu öffnen. Ein Glossarium
hilft Ihnen, durch die Themen zu navigieren.
- Operationen. Dieses Untermenü hat 6 Punkte. Hier kann man SyMon installieren
oder deinstallieren, eine Backup-Kopie der Einstellungen auf Diskette speichern,
Bootsektoren einiger BS reparieren oder Partitionen auf Festplatte verwalten.
-
SyMon starten. SyMon kann direkt von Diskette gestartet werden, aber so, wie
wenn er von BIOS von einer bestimmten Festplatte gestartet wäre. Diese
Funktion erlaubt eine Diagnostik von Festplattenstrukturen, ohne dass auf
Festplatte irgendetwas verändert wird. Die Hautpanwendung dieser Funktion
besteht darin, Festplatten zu reparieren, die von alleine nicht mehr booten.
Bitte beachten: Diese Funktion erscheint nur dann, wenn SyMon Setup mit
Hilfe von "shell.exe" anstatt von "setup.exe" gestartet wird.
-
Bootsektor reparieren. Ein spezielles Patch ist in das SyMon Setup eingebaut,
dieses kann die Bootsektoren von DOS, Windows 95 oder Windows NT 4.0 reparieren.
Das ist nur nötig, wenn sich diese Sektoren auf einer FAT16 Partition befinden,
die hinter der 2GByte Grenze liegt. In allen anderen Fällen brauchen die
Bootsektoren nicht repariert zu werden.
-
Registration. Bitte benutzen Sie dieses Formular nicht, stattdessen besuchen
Sie die Registerkarte "Registrieren" auf der SyMon-Webseite, URL http://www.symon.ru
Normalerweise dauert die Registration nicht länger als 4 Werkstage, danach
bekommen Sie eine E-Mail mit angehängter Lizenzdatei "LICENSE.TXT". Um die
Registration zu beenden, müssen Sie folgendes tun:
- Kopieren Sie diese Datei "LICENSE.TXT" in das Verzeichnis, wo das SyMon
Setup-System liegt. Starten Sie dann SyMon Setup.
- Gehen Sie dann unter "Operationen" auf "SyMon installieren" und wählen Sie die
Track (0 oder 1), auf welche Sie SyMon vorher installiert haben. Dabei wird die
registrierte SyMon Version installiert, alle Einstellungen und Einträge bleiben ohne
Änderung.
- Wenn SyMon dann wieder gestartet wird, können Sie sich überzeugen, dass die
Registrierung erfolgreich war, indem Sie im Hauptmenü F1 drücken.
-
Ausgang. Hier gelangt man zurück zum DOS.
Am häufigsten braucht man die Installationsdiskette, wenn man ein
neues BS installiert hat. Viele Betriebssysteme überschreiben MBR so,
dass SyMon danach abgeschaltet ist. Seine Einstellungen und Einträge
bleiben jedoch unberührt, und hier genügt es, die Installation von
SyMon zu wiederholen.
Manchmal kommt es aber vor, dass der eigentliche Code von SyMon
beschädigt wird. Hier wird eine wiederholte Installation erfolglos
sein, zur Hilfe kommt aber der Backup Manager. Er ist fähig, SyMon
und seine gesamten Einstellungen aus einer Datei auf Diskette
wiederherzustellen, vorausgesetzt, Sie haben zuvor mit dem Backup
Manager eine Sicherheitskopie gemacht. So ist diese Methode beständig
gegen beliebige Fehler auf der Festplatte.
Einige Worte zum Abschluss:
- Sollten aus irgendeinem Grund die Partitions-Einträge im MBR und/oder
die gesamte Track 0 beschädigt werden, kann der intakte Bootmanager die
verlorenen Daten komplett wiederherstellen. Voraussetzung, die Partitionen
selber und die Daten auf ihnen sind noch am Leben. In der Regel, beim
Löschen von Steuerstrukturen bleiben die Dateisysteme an sich unbeschädigt.
Das wird klar, wenn man bedenkt, dass man etwa 400 Sekunden Zeit benötigt,
um alle Informationen auf einer 1GByte Festplatte zu vernichten. So etwas
ist nur möglich, wenn man vorhandene Daten gezielt mit anderen überschreibt.
In der Praxis ist es aber oft so, dass nur die Steuerstrukturen beschädigt
werden. Die Benutzerdaten sind noch in Ordnung, aber nicht auf ewig! Es
kommt vor, dass Tools wie ndd, checkdisk oder ähnliche mit den beschädigten
Steuerstrukturen nichts mehr anfangen können. Zwingt man sie, doch etwas
zu tun, dann beschädigen sie die eigentlichen Benutzerdaten. So was passiert
z.B. wenn im DOS die FAT-Tabelle gelöscht wird. Aber selbst die gelöschte
FAT-Tabelle bedeutet noch nicht, dass alle Daten verloren sind. Wenn man
will, kann man noch vieles retten, wenn man es noch nicht geschafft hat,
alles endgültig zu zerstören. Der Wiederherstellung von
Partitions-Strukturen können teilweise die eingebauten SyMon Werkzeuge
zur Hilfe kommen. Sollten nur die Partitions-Einträge gelöscht sein,
kann SyMon die Festplatte scannen und diese in seine innere Tabelle eintragen.
Sie müssen danach die Einträge nur noch richtig gruppieren und Namen
für die Menüpunkte vergeben.
- Bei der ersten Installation erzeugt SyMon eine Sicherheitskopie der Track 0
(einschließlich MBR) für den Fall, dass eine Deinstallation notwendig wird. Ab
dem Release 3 wird diese Sicherheitskopie in eine Datei auf Diskette gespeichert.
Dank dieser Maßnahme können Sie die Steuerstrukturen jederzeit in den
Ursprungszustand zurücksetzen. Zu bedenken ist aber, dass diese Operation nicht
immer sinnvoll sein kann. Mann sollte den Menüpunkt "SyMon deinstallieren" nur
dann benutzen, wenn man nach der Installation von SyMon noch keine Änderungen in
der Struktur der Partitionen vorgenommen hat. Anderenfalls sollte man zuerst mit
Hilfe von SyMon ein MBR generieren, welches alle vorhandenen Partitionen erfasst
(maximal 4 Einträge), erst dann sollte man einen Standard Bootloader installieren.
Praktische Schlussfolgerung: sollte plötzlich beim Booten von der
Festplatte ein Fehler auftreten, kann die Installation von SyMon Ihre Daten nicht
beschädigen. Sie bekommen aber ein mächtiges Werkzeug, welches in dieser
schwierigen Situation helfen kann. Bei der Entwicklung dieses Werkzeuges wurde
großer Wert auf ein schnelles Scannen gelegt, um eine Wiederherstellung des MBR
möglich zu machen.
SyMon kann keine Operationen innerhalb von Dateisystemen ausführen, also kann
er nicht gleich mehrere BS von einer einzigen Partition starten, denn diese
Vorgehensweise würde Eingriffe in Systemdateien und -verzeichnisse verlangen.
Deshalb ist es unmöglich, durch SyMon einen anderen Bootmanager wie System
Commander zu ersetzen, welcher mehrere BS von einer FAT Partition startete. Diese
Tatsache ist vielleicht die einzige Einschränkung auf die Einsatzmöglichkeiten
von SyMon.
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Allgemeine Beschreibung des Programms. |
SyMon ist ein Partitionen- und Bootmanager, welcher bis zu 36 Partitionen auf
einer Festplatte verwalten kann. Mit seiner Hilfe kann man auf diesen Partitionen
bis zu 20 Betriebssysteme unterbringen. Wie bereits erwähnt, mit Standartmitteln
sind solche Verbesserungen nicht möglich, da sonst die Kompatibilität mit
vorhandener Software nicht gewährleistet wäre. Das erste, was die Kompatibilität
verlangt, ist die Darstellung von maximal 4 Einträgen in der MBR-Tabelle. Diese
Einschränkung wird jedoch außer Kraft gesetzt, indem eine interne Partitionentabelle
gebildet wird, welche ausschließlich von SyMon gelesen werden kann. Da alle
existierenden Betriebssysteme von Anfang an auf Benutzung von MBR ausgelegt sind,
belegen sie nicht mehr als 4 Einträge in der MBR-Tabelle. Diese Tatsache erlaubt es,
alle Einträge aus der inneren Partitionentabelle zu benutzen, jedoch werden für
jedes Betriebssystem maximal 4 von ihnen eingesetzt. Auf diese Weise besteht die
Aufgabe des SyMon-Bootmanagers darin, für jedes Betriebssystem bis zu 4 Einträge
im MBR zu erstellen, wobei einer davon als aktiv markiert wird. Dieser aktive
Eintrag bezeichnet die Partition, die gebootet wird.
Zum Organisieren und zum Verwalten von 36 Partitionen verfügt SyMon über mächtige
Werkzeuge. Diese Werkzeuge sind immer verfügbar, unabhängig davon, welche BS Sie
installiert haben. Zu diesen Werkzeugen gehören der Partitionen Editor und die
Partitionen Autosuche.
SyMon befindet sich entweder auf der Track 0 oder auf der Track 1 Ihrer Festplatte.
Voraussetzung dafür ist, dass eine der beiden Tracks nicht benutzt wird. Bei der
Track 0 ist es meistens der Fall, weil sich ja im ersten Sektor dieser Track das
MBR befindet, somit kann die Track keiner Partition angehören. So bleibt der Rest
der Track 0 meistens leer, und diese Tatsache erlaubt eine Installation von SyMon
in diesen Raum. Eine Installation in die Track 1 ist ebenfalls möglich. Diese
Lösung ist sicherer, weil hier keine Gefahr besteht, dass SyMon von zufälligen
Lizenzmarkierungen oder von Viren beschädigt wird. Vorher muss aber die Track 1
freigemacht werden, indem der Anfang der ersten Partition um einen Zylinder nach
hinten verschoben wird. Somit wird viel mehr Platz freigemacht, als eigentlich
nötig wäre (ca. 7,8 MByte anstatt von 32 KByte), doch eine geringere Verschiebung
würde die erste Partition "nicht-normgerecht" machen. Ein Verlust von 7,8 MByte
ist für moderne Festplatten kaum bemerkbar.
Entsprechend den Kompatibilitätsanforderungen wird die Partitionen MBR-Tabelle
jedes Mal kompiliert und überprüft, wenn Sie ein BS booten, welches von dem
zuletzt gebooteten abweicht. Dabei wird die korrekte Variante des MBR neu geschrieben.
Sollte bei Ihnen ein BIOS-Virenschutz aktiviert sein, wird dieser eine Warnung
anzeigen. Solche Warnungen werden Sie sehr schnell als überflüssig empfinden, also
schalten Sie lieber den Virenschutz ab. Diese Aktion wird den Virenschutz Ihren
PCs kaum schwächen, weil eine Infektion den SyMon einfach außer Funktion setzen würde.
Somit wäre es unmöglich, ein BS zu starten, welches dem Virus zum Opfer fallen
könnte.
Nach dem Start zeigt SyMon das Hauptmenü wo man ein Betriebssystem auswählen kann,
das man booten will. Außer einem BS, kann man auch den Punkt "Booten von Diskette"
auswählen oder zur anderen Festplatte wechseln, falls diese vorhanden ist. Sollte
Ihr PC mit einem ATX-Netzteil ausgestattet sein, dann können Sie den PC direkt aus
SyMon ausschalten, was manchmal sehr bequem ist. Zusätzlich zum Hauptmenü stehen
Ihnen folgende SyMon-Werkzeuge zur Verfügung:
- Disk Editor (nur die Professional Version)
- Suchen von Partitionen
- Partitionen Editor
- Sicherheits Service
- Weitere Tools
Alle diese Werkzeuge werden in den nächsten Kapiteln ausführlich beschrieben.
Mit den Kenntnissen, die Sie jetzt haben, werden Sie imstande sein, ein einziges
Betriebssystem mit Hilfe des SyMon zu booten. Andere Kapiteln sind für die gedacht,
die bewusst mehrere BS auf einer Festplatte verwalten möchten. Hier möchten wir aber
noch ein Mal betonen, dass SyMon nur ein Betriebssystem pro Partition unterbringen
kann. SyMon greift nicht in Dateisysteme ein und macht keine Tricks mit Systemdateien,
wie so manche Bootmanager das tun. Deswegen ist es oft unmöglich, durch SyMon einen
anderen Bootmanager wie z.B. System Commander zu ersetzen. Doch wenn Sie eine neue
Festplatte haben und Ihre Systeme "von Null" installieren wollen, steht Ihnen
nichts im Wege.
Jedes Betriebssystem befindet sich in einer oder mehreren Partitionen.
Deswegen muss man gut verstanden haben, wie man Partitionen anlegt, bevor man
eigentlich Betriebssysteme installiert.
Eine Partition anlegen - darunter versteht man die Angabe der LBA
Festplattenadressierung, wobei hier die Startposition und die Länge des Bereichs
angegeben wird. Außerdem
gehört der Code des Dateisystems mit dazu, welcher den Inhaltstyp der Partition
bezeichnet. Dieser Code des Dateisystems hilft dem Betriebssystem beim Start,
Dateisysteme automatisch zu erkennen und einzubinden. SyMon greift selber nicht in
Dateisysteme ein, er braucht den Code ausschließlich nur, um ihn in die
MBR-Tabelle zu kopieren. Platzieren Sie den Kursor im Feld "FSC" und drücken Sie die
Leertaste, dann wird eine Liste der wichtigsten Codes erscheinen, aus welcher Sie
den richtigen wählen können. Dann drücken Sie die Enter-Taste, und der Code wird
in das Feld hineingefügt.
Partitionen Editor - das ist ein Tool zum Anlegen, Löschen und Korrigieren von
Partitionen. Mit seiner Hilfe kann man beliebige Partitionen anlegen. SyMon
erlaubt es, bis zu 36 Partitionen anzulegen. Diese werden in Form einer Tabelle
dargestellt. Einträge in dieser Tabelle werden mit Zahlen und Buchstaben
durchnummeriert: 0-9 und A-Z. Diese Nummern benutzt man später, um Beschreibungen
für Betriebssysteme zusammenzustellen. Gleichzeitig können in der Tabelle nur 12
Einträge erscheinen, also ist die Liste auf 3 Seiten organisiert. Hier ist die
Beschreibung der Funktionstasten:
- Pfeile (links, rechts, oben und unten) - Bewegung des Kursors in der Tabelle und zwischen Buttons
- 0-9, A-F - die Nummern benutzt man, um Parameter einer Partition zu verändern
- Rücktaste - letztes Zeichen der Zahl unterm Kursor löschen
- Umschalt+Entf - Zeile löschen (mit Null-Zeichen füllen)
- Bild oben, Bild unten - aktuelle Tabellen-Seite wechseln
- Alt+M - Partitionen Übersicht öffnen
- Alt+S - Partitionen nach LBA Start sortieren
- Alt+L - Partitionen nach Länge sortieren
- Alt+F - Partitionen nach FSC sortieren
- Leertaste - FSC aus der Liste der wichtigsten Codes auswählen
- ENTER - Änderungen annehmen
- ESCAPE - Änderungen verwerfen
Ab dem Release 2 werden Sektoren von 0 bis 62 nummeriert und nicht von 1
bis 63, wie das in BIOS der Fall ist. Das mag am Anfang etwas irritierend
sein, doch das ist nicht wirklich von Bedeutung. Auf diese Weise wird
der Programmieraufwand erheblich reduziert, eingeschränkt wird aber die
Angabe von Parametern nicht.
Der Partitionen Editor prüft immer, dass die Angabe von Partitionenparametern
korrekt ist, also muss die Anfangsadresse immer kleiner als die Endadresse sein.
Ist es nicht der Fall, so wird die Länge der Partition symbolisch als eine rote
Null dargestellt, im Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn Sie versuchen,
zu einer anderen Partition überzugehen, ohne die gerade editierende richtig zu stellen,
dann wird die Anfangsadresse und die Länge gleich Null gesetzt.
Vergessen Sie nicht, dass die Partitionen, die im Zylinder 0 anfangen, die Track 0
nicht belegen dürfen. Setzen Sie deshalb den Wert in der Spalte "H" (Head) auf 1.
Der Partitionen Editor ist ein nützliches Werkzeug, um Low-Level Korrekturen bei
existierenden Partitionen vorzunehmen. Hier kann man beliebige Änderungen machen,
doch seine Tabelle ist nicht besonders übersichtlich, was die Lage von Partitionen
zueinander und den freien Platz angeht. Außerdem, es kommt selten vor, dass
man bereits bestehende Partitionen korrigiert, viel öfter legt man neue an oder
man löscht sie. So gibt es hier ein weiteres Werkzeug, das die Handhabung von
Partitionen vereinfacht. Das ist die Partitionen Übersicht. Die Partitionen Übersicht
ist optimal, um die Festplatte als ein Ganzes zu betrachten und um neue Partitionen
anzulegen.
Um in die Partitionen Übersicht zu gelangen muss man entweder Alt+M drücken oder den
Kursor zu dem entsprechenden Button bewegen und Enter drücken. Hier ist eine Liste
der Funktionstasten, die in diesem Werkzeug verfügbar sind:
- Pfeile (links, rechts, oben und unten) - Bewegung des Kursors
- Leertaste - Anfang und Ende beim Editieren von Partitionen
- Umschalt+Entf - Partition unterm Kursor löschen (Parameter gleich Null setzen)
- Bild oben, Bild unten - schnelle Bewegung durch die Übersicht
- ENTER - Änderungen annehmen
- ESCAPE - Änderungen verwerfen
Für eine bessere Anschaulichkeit werden Partitionen in vier verschiedenen
Farben dargestellt. Dadurch sieht man besser, wo eine Partition endet und
wo die nächste anfängt. Jeder Platzhalter in der Übersicht entspricht genau
einem Zylinder der Festplatte. Jeder Zylinder kann einer Partition angehören,
in diesem Fall wird der Zylinder mit einer Zahl markiert, die der Nummer der
Partition in der internen SyMon-Partitionentabelle entspricht. Wenn ein
Zylinder gleichzeitig zwei Partitionen angehört, dann wird er mit einem
Sternchen "*" markiert, was auf einen möglichen Partitionenkonflikt hindeutet.
Die Partitionen Übersicht ermöglicht das Anlegen von neuen Partitionen. Dabei
werden Partitionen automatisch auf Zylindergrenzen ausgerichtet, so wie das
standardmäßig verlangt wird. Doch den Code FSC kann man in der Partitionen
Übersicht nicht angeben, dazu muss man zum Partitionen Editor zurückkehren und
für die frisch angelegte Partition den Code FSC in der "FSC"-Spalte angeben.
Eine neue Partition anzulegen, das ist mit diesem Tool ganz einfach. Man bewegt
den Kursor zur Startposition der künftigen Partition und drückt LEERTASTE. Dann
bewegt man den Kursor zur Endposition dieser Partition und drückt noch Mal LEERTASTE.
Und das ist alles. Beim Bewegen des Kursors wird die Größe der Partition
automatisch unten berechnet, so dass man sie einfach kontrollieren kann. Beim
Anlegen wird die Partition in die erste freie Zeile des Partitionen Editors
platziert. Vergessen Sie nicht, den richtigen Dateisystem-Code (FSC) anzugeben,
nachdem Sie zum Partitionen Editor zurückgekehrt sind.
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Allgemeine Bemerkungen zum Editieren von Partitionen. |
Alle Eintragungen, die man im Partitionen Editor macht, beziehen sich lediglich
auf die interne Partitionen Tabelle. Die Benutzerdaten bleiben dabei unberührt.
Der Wert, den man für FSC angibt, hat ebenfalls nur eine bedingte Bedeutung.
Man sollte daran denken, dass die eigentliche Installation von Dateisystemen
(Formatierung) nicht von SyMon, sondern von anderen Programmen durchgeführt wird.
Ändert man absichtlich den FSC, dann wird schlimmstenfalls die betroffene Partition
für das entsprechende Betriebssystem unsichtbar. Ändert man den FSC auf den
ursprünglichen Wert, dann "erscheint" die Partition wieder. Das passiert, zum
Beispiel, wenn man bei einer erweiterten Partition, die normalerweise den FSC
Wert #05 hat, diesen Wert auf #15 ändert. In diesem Fall "verliert" Windows alle
logischen Disks, die in dieser Partition enthalten sind. Diese erscheinen jedoch
wieder, wenn man den FSC auf den ursprünglichen Wert setzt, d.h. auf #05.
Wenn ein Betriebssystem gebootet wird, generiert SyMon vorher das MBR
entsprechend den Eintragungen in der internen Partitionen Tabelle. So "sieht"
das Betriebssystem nur die Eintragungen, die man ihm zeigen möchte. Der Inhalt
von Partitionen sollte mit den Mitteln vorbereitet werden, welche das entsprechende
BS zur Verfügung stellt. So muss z.B. eine Partition mit FSC=#0C (FAT32x) aus dem
Windows-Installationsprogramm oder mit dem Format.com Tool formatiert werden.
Erweiterte Partitionen müssen in logische Disks aufgeteilt werden, dazu braucht man
wieder das Windows-Installationsprogramm oder das Fdisk.exe Tool. Danach müssen
logische Disks wieder aus dem Windows formatiert werden usw.
Manchmal kommt es vor, dass man die Größe von Partitionen ändern muss, z.B. um
für neue Partitionen Platz zu schaffen. Für diesen Zweck gibt es Spezialsoftware,
die fähig ist, Lage und Größe von Dateisystemen zu ändern. Dabei wird in der
Regel auch die Größe der Partition geändert, die das Dateisystem enthält. SyMon
kontrolliert solche Änderungen automatisch. Wird eine Abweichung der MBR-Eintragungen
von dem Inhalt der internen Partitionen-Tabelle festgestellt, dann wird SyMon Sie
fragen, ob er die Änderungen übernehmen soll. Man sollte jedoch bei solchen
Änderungen vorsichtig sein und in der Partitionen-Tabelle zum Schluss manuell
nachschauen, ob der Anfang und die Länge der geänderten Partition tatsächlich die
richtigen Werte haben. Sollten die Änderungen nicht übernommen worden sein, dann
hat man 2 Möglichkeiten: erstens, man kann die Partitionen-Parameter von Hand
korrigieren, wenn man weis, wie die richtigen Parameter lauten. Zweitens, man
kann im Partitionen Editor die Partition löschen und dann die Partitionen Suche
starten. Wenn das gesuchte Dateisystem dem SyMon bekannt ist, dann wird es
automatisch gefunden, die Größe und die Lage der Partition werden dann entsprechend
dem Dateisystem berechnet und in die Parameter werden in die interne
Partitionen-Tabelle eingetragen.
Beim Anlegen einer neuen Partition sollte man sich ihre Nummer in der internen
Partitionen-Tabelle merken. Das kann eine Zahl 0-9 sein oder ein Buchstabe A-Z.
Diese Nummern braucht man dann später, um im SETUP-Dialog richtige Eintragungen
zu machen.
Wie bereits erwähnt wurde, gibt es ein grundsätzliches Problem mit dem alten BIOS
Interface, welches Festplatten größer als 8 GByte nicht operieren kann. Wegen diesem
Problem muss man immer beachten, ob eine Partition sich teilweise oder vollständig
hinter der 8 GByte-Grenze befindet. Ist es der Fall, dann muss man die Partition
unsichtbar für ein einfaches DOS machen, welches hinter der 8 GByte-Grenze nicht
lesen kann. Dies erreicht man, indem FSC der betroffenen Partition wie folgt geändert
wird:
#06 (FAT16) -> #0E (FAT16x)
#05 (EXTENDED) -> #0F (EXTENDEDx)
#0B (FAT32) -> #0C (FAT32x)
Auf diese Weise werden diese Partitionen unsichtbar für ältere Systeme, die sonst
Fehler beim Lesen und beim Schreiben von Daten verursachen könnten.
SyMon erhöht nicht nur die Anzahl der möglichen Partitionen auf Ihrer Festplatte,
er ermöglicht Ihnen auch einige Tricks, was verdeckte und sich überlappende
Partitionen angeht. Zum Beispiel, Sie möchten ein neues Betriebssystem installieren,
doch Sie haben dafür Platz nur innerhalb einer erweiterten Partition, in einer
so genannten logischen Disk. Solch eine Operation ist unmöglich, wenn Ihr
Betriebssystem nach einer eigenen primären Partition verlangt. Aus Ihrer Sicht
könnte es sehr schwierig sein, zusätzlichen Platz zu schaffen, weil man dabei einige
Partitionen verschieben oder löschen müsste. Das muss aber nicht sein! SyMon erlaubt
eine simple Adressierung solch einer logischen Disk, wie wenn das eine
Primärpartition wäre. Dem System, das gerade installiert wird, wird dabei die
gesamte erweiterte Partition nicht gezeigt, wohl aber dem anderen, welches Daten
aus anderen logischen Disks lesen soll. Auf diese Weise wird ein und derselbe
Bereich der Festplatte doppelt belegt: einmal als Teil der erweiterten Partition
und ein zweites Mal als eine primäre Partition. Das ist ein Beispiel, wann ein
Partitionenkonflikt erlaubt und sinnvoll sein kann, wenn er als Problemlösung
dient und dabei keine Fehler verursacht.
Der Setup Dialog ermöglicht es, Betriebssysteme auf der Festplatte zu
organisieren. Der Deskriptor - das ist der Schlüsselbegriff, der im
Zusammenhang mit dem Setup Dialog oft benutzt wird. Der Deskriptor eines
Betriebssystems wird benutzt, um die Bezeichnung eines Betriebssystems im
Hauptmenü mit dem Inhalt des MBR zusammenzubringen. Dabei ist es möglich,
dass hier gleichzeitig auch die MBR-Eintragungen auf weiteren Festplatten
definiert werden, von welchen gar nicht gebootet wird. Benutzt man ein
Plugin, so wird die Anzahl von Bootvarianten noch Mal erhöht. Im Abschnitt
"Plugins" kann man mehr darüber lesen.
Der Deskriptor eines Betriebssystems besteht aus folgenden Objekten:
- der Name des Betriebssystems erscheint im Hauptmenü und ermöglicht die
Wahl zwischen verschiedenen Betriebssystemen.
- eine bis vier Partitionen, welche in der MBR-Tabelle eingetragen sein
sollten.
- eine Partition sollte als aktiv markiert werden.
- die Bootpartition wird definiert. In einem einfachen Fall ist
es dieselbe wie die aktive Partition. In einem komplexen Fall können sie
sich unterscheiden.
- die Disknummer bezeichnet die zu bootende Festplatte.
- ein Passwort, mit welchem nur ein autorisierter Zugriff auf das BS
möglich ist.
Die Parameter eines Deskriptors sind in farbigen Gruppen angeordnet, damit
man sie einfacher lesen und unterscheiden kann. Benutzt man die
Standard Farbpalette, so werden der Name des BS und das Passwort in weiß
dargestellt. Parameter, die später das MBR bilden, haben Cyan-Farbe und
Parameter, die die Lage des Bootsektors definieren, haben gelbe Farbe.
Beim Erzeugen eines Deskriptors ist es relativ kompliziert, die numerischen
Daten einzugeben. Hier fängt man an mit der Eingabe von Partitionennummern.
Diese werden in die vier Spalten eingegeben, welche 0-3 durchnummeriert sind.
Jede Spalte steht für eine MBR-Eintragung. Hier sollte man eine bis vier Nummern
eingeben, die man aus der internen Tabelle im Partitionen Editor bekommt, d.h.
man bezieht sich hier auf die 36 möglichen Partitionen (0-9, A-Z). SyMon
erlaubt eine beliebige Reihenfolge von Bezugsnummern, man sollte aber beachten,
dass eine Änderung der Reihenfolge auch eine Verschiebung von Laufwerksbuchstaben
unter Windows bedeuten kann. Wenn man dem Betriebssystem weniger als 4 Partitionen
zur Verfügung stellen will, dann muss man anstelle einer Nummer in die
entsprechende Spalte "-" (Minus) eingeben. Das bewirkt, dass die entsprechende
MBR-Eintragung gleich Null gesetzt wird.
Nach den BIOS-Regelungen soll nur eine der Partitionen als aktiv markiert sein.
Selbst wenn eine Partition mit Hilfe von SyMon gebootet wird, muss man die Info
über die aktive Partition trotzdem ins MBR schreiben, für den Fall, dass ein
Betriebssystem diese Information einlesen wird. Manche Betriebssysteme stellen
auf diese Weise fest, von welcher Partition sie gestartet sind. Deshalb existiert
in diesem Dialog die fünfte Spalte, die als 'AP' (aktive Partition) bezeichnet
ist. Hier muss man die Nummer der aktiven MBR-Eintragung einsetzen, also 0 bis 3.
Ab dem Release 2 benutzt SyMon eigentlich nicht die aktive Partition zum Booten
eines BS, sondern kann die Bootpartition hier frei definiert werden. Obwohl
eine aktive Partition in den meisten Fällen auch die Bootpartition bezeichnet,
manchmal unterscheiden sie sich doch. Die Bootpartition kann man in der
Spalte 'BP' definieren, hier kann man eine von 36 Partitionen angeben. Setzt man
den Wert für die aktive Partition, dann wird diese automatisch auch als die
Bootpartition gesetzt, um Benutzer nicht zu irritieren, und in der Spalte 'BP'
erscheint entsprechende Nummer.
Wenn man doch eine andere Partition als eine Bootpartition definieren möchte,
dann muss man diese erst definieren, nachdem man die aktive Partition definiert
hat.
Auch ab dem Release 2 unterstützt SyMon das Booten von 4 Festplatten. Das
bedeutet, dass man nicht nur Systeme auf der ersten Festplatte konfiguriert,
sondern auch Referenzen für Systeme auf weiteren Festplatten erzeugen kann.
Voraussetzung dafür ist, dass SyMon auch auf der Festplatte installiert ist,
auf welche sich die Referenz bezieht. Wenn man auf einer weiteren Festplatte
keinen SyMon installiert, dann wird beim Aufrufen dieser Festplatte aus SyMon
auf Festplatte (0) einfach die Kontrolle dorthin ins MBR übergeben, wobei
gegebenenfalls ein Betriebssystem von einer aktiven Partition gebootet wird.
Um eine Referenz festzulegen, benutzt man die Spalte 'D' (Disk) und 'BP'
(Bootpartition). Man sollte in die Spalte 'D' die Nummer der Ziel-Festplatte
eingeben, und in die Spalte 'BP' gibt man ein die Nummer des BS-Deskriptors
auf der Ziel-Festplatte. Sollte beim Booten über eine Referenz ein Fehler
entdeckt werden, dann wird SyMon das gewählte BS einfach nicht booten.
SyMon unterstützt bis zu 8 Festplatten. Die Nummer der Ziel-Festplatte gibt
man in die Spalte 'D' ein, dabei hat die Nummer '0' eine besondere Bedeutung,
sie bezeichnet immer die aktuelle (laufende) Festplatte. Die Nummern für andere
Festplatten (1-7) werden ganz normal eingegeben. Diese Regelung kann sehr
hilfreich sein, wenn man keine Referenzen für eine zweite Festplatte erzeugen
will, sondern einfach in das Menü der zweiten Festplatte wechselt und von dort
die installierten Systeme bootet. In diesem Fall wird die zweite Festplatte
zur aktuellen (laufenden) und ihre Einstellungen bleiben gültig, selbst wenn
man diese zusätzliche Festplatte von einem anderen Rechner genommen hat.
Ab dem Release 3 unterstützt SyMon Plugins (weitere Tools), die seine
Funktionalität erweitern. Um ein Plugin zu beschreiben, benutzt man
einen besonderen Deskriptor. Das Feld 'D' des Deskriptors sollte ein
"+"-Zeichen (Plus) enthalten, das ist die Plugin-Bezeichnung. Plugins
befinden sich immer auf der aktuellen Festplatte. Sobald man in das
Feld 'D' ein "+"-Zeichen eingibt, erscheint im Passwort-Feld anstelle
von (ein/aus) das Wort "PLUG". Nachdem das Plugin korrekt installiert
worden ist, kann man in diesem Feld die LEERTASTE drücken, dann erscheint
die entsprechende Plugin-Oberfläche. Im Abschnitt "Plugins" kann man mehr
darüber lesen.
Der Name des Betriebssystems, der im BS-Deskriptor eingegeben wird, kann
spezielle Zeichen enthalten: "_" oder "@". Ein Zeichen, welches an der
ersten Position des Deskriptors steht, beeinflusst das Verhalten des SyMon
bezüglich diesen Deskriptors, erscheint aber nicht im Hauptmenü.
- das "_"-Zeichen bedeutet, dass der BS-Name im Hauptmenü nicht erscheinen
soll. Mit anderen Worten, dieser Eintrag ist analog einem Kommentar. Man
braucht solche unsichtbare Einträge hauptsächlich, um Makros zu bilden, siehe
Zeichen "@".
- das Zeichen "@" bedeutet, dass der BS-Deskriptor ein Makro ist, welches
einige Sätze von Partitionen für alle Festplatten definiert. Die Zahlen in
den Spalten 0-3 beziehen sich hier nicht auf Partitionen, sondern auf auf die
BS-Deskriptoren auf Festplatten 0-3, entsprechend den Festplattennummern. Das
ermöglicht eine gleichzeitige MBR-Konfiguration auf allen Festplatten durch
eine einfache Wahl eines Menü-Eintrages. Nach der MBR-Konfiguration beginnt
SyMon ein Betriebssystem zu booten, dieser Vorgang ist völlig analog einer
externen Referenz. Das bedeutet, SyMon bootet den Bootsektor von der
Festplatte D und Partition BP, welche in der Partitionen-Tabelle der
Festplatte D definiert worden ist (eine von 36 möglichen Partitionen). Dabei
wird das Makro-Passwort abgefragt und auch das Passwort des Ziel-Betriebssystems,
falls dieses auch angegeben wurde. Man kann beide Passwörter angeben, doch das
ist nicht besonders bequem.
Außer BS-Deskriptoren kann man hier auch andere Parameter festlegen:
-
Standard Bootsystem. Hier kann man ein Betriebssystem festlegen,
welches nach dem Ablaufen des Timers gebootet wird, indem man hier die
Nummer des BS-Deskriptors eingibt. Setzt man hier ein Minus-Zeichen,
dann wird das zuletzt gewählte BS gebootet.
-
Standard Auswahl. Hier definiert man die anfängliche Kursorposition
beim Hochfahren von SyMon. Manchmal kann es sinnvoll sein, das
Standard Bootsystem und die anfängliche Kursorposition unterschiedlich zu
machen. Zum Beispiel, man möchte Standardmäßig einen Linux WEB-Server
booten, doch manchmal braucht man Windows zum Spielen oder zum Arbeiten
mit Office-Anwendungen. In diesem Fall ist es bequem, die anfängliche
Kursorposition auf "Windows" zu setzen, so dass Windows beim Drücken der
Enter-Taste bootet. "Linux" setzt man dagegen als Standard Bootsystem,
so dass Linux automatisch beim Ablauf des Timers bootet.
-
Wartezeit bis zum Booten. Hier kann man die Zeit in Sekunden
setzen, nach Ablauf dieser Zeit bootet ein System. Der Wert 0 schaltet
den Timer ab. In diesem Fall kann man ein System nur booten, wenn man
eine Wahl mit Kursor trifft und die Enter-Taste drückt.
-
Passwort zum Floppy-Booten. Dieses Passwort verhindert einen nicht
autorisierten Zugriff auf das Disketten-Laufwerk. In Verbindung mit einer
bestimmten Boot-Reihenfolge im BIOS und mit einem Passwort für das BIOS
selber kann man den Rechner komplett schützen. Ein Zugriff auf die
Festplatte wird in diesem Fall nur möglich, wenn man sie aus dem Rechner
herausnimmt.
Folgende Tastenkombinationen sind im SETUP Dialog verfügbar:
TAB, Umschalt+TAB - horizontale Bewegung des Kursors durch die
BS-Deskriptoren
Pfeile (oben und unten) - vertikale Bewegung des Kursors durch den
SETUP Dialog
Bild oben, Bild unten - die BS-Tabelle durchblättern
0-9, A-Z - die Partitionen-Nummern setzt man in die Spalten '0-3'
und 'BP'
"-" - setzt man, um einen leeren MBR-Eintrag zu generieren, oder um
kein Standard Bootsystem zu definieren
Leertaste - um ein Passwort zu setzen / zu entfernen
Rücktaste - um die letzte Zahl im Timer zu löschen
Umschalt+Pfeil oben, Umschalt+Pfeil unten - um Deskriptoren umzutauschen
Umschalt+Entf - um einen Deskriptor zu löschen (mit Nullen füllen)
Das Hauptmenü ist das Mittel, das man täglich braucht. Mit den Pfeiltasten kann
man eins von den Betriebssystemen auswählen, die man vorher im Setup Dialog
definiert hat. Um ein System zu booten drückt man die Enter-Taste. Zusätzlich
bietet SyMon hier folgendes:
- Booten von A:
- Booten von einer weiteren Festplatte
- Computer ausschalten
In manchen Fällen muss man den Rechner von einer Diskette oder von einer weiteren
Festplatte booten, aber so, dass das Betriebssystem genau die MBR-Einträge
"sehen" kann, welche für es bestimmt sind. Das Problem dabei ist, dass beim
Booten von einer Diskette die MBR-Tabelle immer die Einträge vom zuletzt gebooteten
System enthält und nicht die, die man dem System "zeigen" möchte, das gerade
installiert wird. Um das Problem zu lösen, hat SyMon eine spezielle Funktion.
Bevor man von einem anderen Datenträger bootet, markiert man das System, welches
für die Bildung der richtigen MBR-Einträge zuständig ist. Um das zu machen,
selektiert man das System mit dem Kursor und drückt die LEERTASTE. Ein Sternchen
wird neben dem Namen des Betriebssystems erscheinen. Das bedeutet, dass die
zu diesem System gehörende Partitionen-Tabelle ins MBR kopiert wird, sobald man
von einer Diskette oder von einer weiteren Festplatte bootet.
Das Booten von einer zweiten Festplatte hat seine Besonderheiten. Wenn man auf
dieser zusätzlichen Festplatte keinen SyMon installiert hat, dann wird beim Aufrufen
dieser Festplatte aus SyMon einfach die Kontrolle dorthin ins MBR übergeben.
Hat man auf der zusätzlichen Festplatte SyMon installiert, dann wechselt man beim
Aufrufen dieser Festplatte lediglich in das SyMon-Menü dieser Festplatte. Das
Hauptmenü erscheint wieder, jedoch werden hier die Systeme der zweiten Festplatte
zu sehen sein. Außerdem, alle SyMon-Werkzeuge werden hier wieder zur Verfügung
stehen, sie werden sich natürlich jetzt auf diese laufende Festplatte beziehen.
Das Booten von einer zweiten Festplatte ist eine diffizile Sache. Manche weit
verbreitete Betriebssysteme beherrschen diese Technik nicht sauber. Deswegen
hat SyMon fest integrierte Patches für solche Fälle. Es ist wichtig zu wissen,
dass diese Patches keine Änderungen in die Bootsektoren von BS einbringen,
sondern lediglich bestimmte Codes im Arbeitsspeicher nach dem Einlesen von
BS-Loader korrigieren. Diese Patches funktionieren nicht, wenn man von einer
zweiten Festplatte zu booten versucht, auf welcher kein SyMon installier ist.
So kommt es ganz schnell, das ein System von der zweiten Festplatte nicht
booten will. Das passiert praktisch mit jedem BS aus dem Hause Microsoft.
Wenn Ihr Rechner ein Netzteil nach dem ATX-Standart hat, dann können Sie den
Rechner direkt aus SyMon ausschalten. Das ist ein Luxus, an den man sich
schnell gewöhnt. Leider gibt es keine Möglichkeit festzustellen, ob ein
Netzteil nun ATX-konform ist oder nicht, um gegebenenfalls diesen Menüpunkt
nicht zu zeigen.
Letzte BIOS-Versionen zeigen vor dem Booten eines Betriebssystems eine
Resourcen-Tabelle. Hier sieht man die Paramenter der entdeckten Hardware. Diese
Tabelle schlüpft meistens ganz schnell durch, ohne dem Benutzer eine Möglichkeit
zum Angucken zu bieten. SyMon hat ein Mittel, um dieses Problem zu lösen. Drückt
man im Hauptmenü die Kombination Alt+F5, dann kann man den Bildschirminhalt so
sehen, wie er vor dem Erscheinen der SyMon-Oberfläche war.
Zusätzliche Informationen über das Hauptmenü kann man im Abschnitt
"Beispiele" finden.
Partitionen Autosuche ist das ungewöhnlichste Werkzeug von allen, die bereits
beschrieben worden sind. Sie hilft, eine beschädigte Partitionenstruktur auf
Festplatte wiederherzustellen. Hier müssen wir betonen, dass eine vollständige
Reparatur der verlorenen Informationen nicht garantiert wird. Man kann sich eher
die Ergebnisse der Autosuche als eine erste Annäherung an die wirklichen
Informationen vorstellen, die plötzlich verschwunden sind. Ergebnisse der
Autosuche sollte man immer manuell kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.
Solch eine Korrektur ist völlig normal und bereitet gewöhnlich wenig
Schwierigkeiten. Ein erfahrener Benutzer benötigt viel weniger Zeit für eine
Korrektur der Ergebnisse der Autosuche als für eine manuelle Reparatur einer
völlig beschädigten Partitionen Tabelle. So kann die Autosuche sehr hilfreich
sein. In einfachsten Fällen braucht man die Ergebnisse der Autosuche gar nicht
korrigieren.
Die meisten Partitionen enthalten ein Dateisystem. Ist es der Fall, dann
existiert am Anfang der Partition, oft gleich im ersten Block, ein so genannter
Superblock, welcher einige wichtige Informationen über das gesamte Dateisystem
enthält. Eine von ihnen ist die Länge des Dateisystems in Blocks. Auf diese
Weise kann man alle Parameter einer Paritition wiederherstellen, wenn man den
Superblock gefunden hat. Diese Tatsache spielt eine Schlüsselrolle für die
Autosuche.
Partitionen Autosuche ist an sich ein sequenzielles Scannen der kompletten
Festplatte, dabei wird nach Superblocks gesucht. SyMon hat eine Datenbank, die
Signaturen von populären Superblocks enthält. Wird ein Superblock gefunden,
dann berechnet SyMon die Länge der entsprechenden Partition. Nach diesem
Vorgang hat SyMon alle benötigten Infos über die Paritition gesammelt: ihr
Anfang, Länge und FSC. Der FSC-Code wird nach dem Typ des gefundenen Superblocks
bestimmt. Danach wird die gefundene Partition zur Liste der entdeckten
Partitionen hinzugefügt und das Scannen wird ab dem ersten Block fortgesetzt,
welcher sich gleich nach der gefundenen Partition befindet. Dieser Vorgang wird
wiederholt, bis das Ende der Festplatte erreicht ist.
Nachdem das Scannen beendet ist, analysiert SyMon die Liste der gefundenen
Partitionen. Dabei werden diejenigen verworfen, die bereits vor dem Scannen
bekannt waren. Dann werden die neugefundenen Partitionen zur Liste im
Partitionen Editor hinzugefügt.
Als nächstes ordnet SyMon die neuen Partitionen einem oder mehreren
BS-Deskriptoren zu. Für diesen Zweck hat SyMon wiederum eine Datenbank mit
kompatiblen Partitionen, hier steht auch, welche Partitionen bootfähig sind.
Also nimmt SyMon eine bootfähige Partition aus der Liste und fügt ihr bis
zu 3 weitere kompatible Partitionen aus der internen Partitionentabelle hinzu.
Zum Beispiel, wenn eine primäre DOS Partition gefunden wird (FSC=#06), dann
wird ihr automatisch eine weitere primäre DOS Partition hinzugefügt (falls
vorhanden) und auch eine erweiterte DOS Partition (FSC=#05). Auf diese Weise
wird ein BS-Deskriptor so viele wie möglich kompatible Partitionen enthalten.
Die Namen für die Betriebssysteme werden entsprechend dem Typ des Superblocks
der bootfähigen Partition gesetzt. Nachdem alle neuen Systeme registriert sind,
wird die Autosuche beendet.
Aus verschiedenen Gründen kann die Autosuche eventuell folgende Fehler machen:
-
Falscher BS-Name. Das passiert meistens mit den Systemen aus dem
Hause Microsoft. Dieser Fehler ist dadurch verursacht, dass fast alle
Microsoft-Systeme entweder die FAT- oder die NTFS-Dateisysteme benutzen.
Der entsprechende Name des BS, welcher nach der Signatur im Superblock
bestimmt wird, kann sehr schnell falsch werden. Besonders passiert es,
wenn man immer wieder die Microsoft-Systeme nachinstalliert. :-)
-
Falsche Reihenfolge der zusätzlichen Partitionen. Das kann
passieren, wenn die interne Partitionentabelle eine ganze Menge von
kompatiblen Partitionen hat, dadurch wird die Anzahl der möglichen
Kombinationen sehr hoch.
-
Systeme, die in Wirklichkeit nicht bootfähig sind. Das kann
vorkommen, weil es oft schwierig ist zu bestimmen, ob eine Partition
bootfähig ist. Zum Beispiel, alle primären FAT-Partitionen sind
potenziell bootfähig. Um festzustellen, das eine FAT-Partition nicht
bootfähig ist, müsste man nach Systemdateien suchen, und das kann
SyMon nicht, da er in die Dateisysteme nicht eingreift.
Alle diese Probleme kann man manuell mit Hilfe des Setup Dialogs
korrigieren. Sollten einige Partitionen falsch gefunden sein, dann
kann man sie einfach im Partitionen Editor löschen.
Einige Dateisysteme, z.B. viele "Inode Dateisysteme" haben mehrere Kopien
des Superblocks, welche an verschiedenen Stellen der Partition verteilt sind,
zur Sicherheit. Das könnte theoretisch zu fehlerhaften Ergebnissen bei der
Partitionen Autosuche führen. Doch SyMon überspringt automatisch alle Kopien
eines Superblocks, weil er gleich die Länge der Partition nach dem ersten
gefundenen Superblock berechnet.
Um die Zuverlässigkeit der Autosuche zu erhöhen, sucht SyMon nach dem Anfang
einer Partition nur im ersten Block eines Zylinders sowie im ersten Block der
Track 1. Das macht das Scannen schneller und hilft, alle Kopien des ersten
Superblocks zu überspringen. Standardmäßig werden alle Partitionen nach der
Zylindergrenze ausgerichtet (so macht das z.B. Fdisk), also werden Partitionen
nach dieser Methode zuverlässig gefunden.
Sollte die Signatur einer Partition nicht in der SyMon's Datenbank vorhanden
sein, dann wird diese Partition auch nicht gefunden. Sollte diese Partition
jedoch zwischen zwei bekannten Partitionen liegen, dann wird es dem Benutzer
leicht fallen, die Grenzen der "unbekannten" Partition zu bestimmen. Den FSC
kann man danach manuell ergänzen. Als Beispiel wollen wir eine Linux Swap
Partition nehmen. Das ist eine Partition ohne Formatierung und ohne Superblock.
Die Autosuche findet sie nicht. Man kann sie aber leicht als ein "Loch" in der
Partitionen Übersicht entdecken. So legt man manuell in diesem "Loch" eine neue
Partition an und ergänzt den FSC: für Linux Swap lautet er #82. So wird eine
manuelle Korrektur minimal, wenn auch eine vollständige Registrierung unmöglich
sein sollte.
Zum Abschluss sollte man noch sagen, das die Autosuche kein Werkzeug für den
täglichen Gebrauch ist. Sie kann sich aber als sehr hilfreich erweisen, wenn man
die Partitioneninfo plötzlich verloren hat und keine Backups vorhanden sind.
BEISPIEL 1. Klassische Vorgehensweise beim Installieren eines neuen BS.
Angenommen, man hat einen freien Bereich auf Festplatte, in den man ein
neues BS installieren will. Dann braucht man folgende Schritte zu machen,
um es zu installieren:
-
Mit Hilfe der Partitionen Übersicht legt man eine oder mehrere neue Partitionen an.
-
Zurück im Partitionen Editor, gibt man den richtigen FSC-Wert für diese
Partitionen ein. Einige weit verbreitete FSC-Codes findet man im Appendix A.
-
Als nächstes öffnet man den SETUP Dialog und erzeugt einen neuen BS-Deskriptor,
dabei gibt man in die Spalten '0-3' die Nummern der Partitionen ein, die man vorher
im Partitionen Editor angelegt hat. In der Spalte 'AP' legt man die aktive Partition
fest, dann erscheint im Feld 'BP' die Nummer der Partition, die gebootet wird.
-
Jetzt erscheint im Hauptmenü der Name diesen neuen BS. Man braucht es nur noch
installieren. Um das zu tun, kompiliert man das entsprechende MBR, indem man den
Kursor auf den Namen des neuen Betriebssystems stellt und LEERTASTE drückt. Neben
dem Namen erscheint dann ein Sternchen. Danach wählt man den Punkt "Booten von A:".
Eine Diskette muss dabei nicht ins Laufwerk eingesteckt werden. Trotzdem kompiliert
SyMon in diesem Augenblick das MBR, das dem mit Sternchen markierten System
entspricht. Das Booten von Diskette wird dann einfach abgebrochen. Jetzt kann man
die Tastenkombination Strg-Alt-Entf drücken und ggf. beim Hochfahren der Maschine
im BIOS Setup die nötige Bootreihenfolge festlegen.
-
Weiter bootet man den Rechner von einer Installations-CD oder von einer
Installationsdiskette, das ist abhängig vom System, das man installieren
möchte. In manchen Fällen muss man die frisch angelegte Partition vorher
formatieren.
Ab dem Release 3 unterstützt Symon Plugins, so dass man direkt aus Symon von
einer CD-ROM booten kann, indem man den entsprechenden Menü-Punkt wählt. In
diesem Fall fährt man genauso fort, wie beim Booten von einer Diskette: man
markiert das zu installierende System mit einem Sternchen (LEERTASTE drücken)
und wählt dann das Booten von CD über das Plugin.
BEISPIEL 2. Änderung der Reihenfolge der logischen Laufwerke unter DOS.
Beim Hochfahren scannt DOS die Partitionentabelle des MBR und bindet alle
FAT-Dateisysteme ein, diese können sich in primären oder erweiterten Partitionen
befinden. Diese logischen Laufwerke, wie die Dateisysteme weiterhin bezeichnet
werden, werden in der Reihenfolge eingebunden, wie sie sich im MBR befinden.
Ändert man die Reihenfolge der Partitionen im Setup Dialog, so ändert man
dementsprechend die Reihenfolge der logischen Laufwerke. Was die erweiterten
Partitionen betrifft, so ist dort die Reihenfolge der logischen Laufwerke leider
fest und kann nicht geändert werden.
Angenommen, man hat 3 primäre FAT16 DOS Partitionen mit FSC=#06. Diese haben in
der internen Partitionentabelle die Nummern 0, 1, 2. Nehmen wir weiter an, der
Deskriptor des BS hat bereits folgende Form im Setup Dialog:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
0 MS DOS 0 1 2 - 0 0 0 aus
----------------> C: D: E: <-- ursprüngliche Reihenfolge
der Laufwerke
Jetzt stellen wir uns vor, dass man das Laufwerk D: bootfähig machen möchte,
dabei wird es als C: umbenannt. Die Laufwerke C: und E: werden dann entsprechend
E: und D:. Also will man am Endeffekt, dass sich die Bezeichnungen der Laufwerke
zyklisch verschieben, eins nach links. Um dies zu tun sollte man den
BS-Deskriptor wie folgt ändern:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
0 MS DOS 1 2 0 - 0 0 0 aus
----------------> C: D: E: <-- Neue Reihenfolge der Laufwerke
D: E: C: <-- alte Bezeichnungen der Laufwerke
Leider erlaubt der eigenartige DOS-Algorithmus nicht, das System vom logischen
Laufwerk D: zu booten. Deswegen muss das zu bootende Laufwerk als C: bezeichnet
werden, d.h. es muss sich immer in der Spalte '0' des Deskriptors befinden.
Infolgedessen ist man etwas eingeschränkt, was die Änderung der Reihenfolge
angeht.
BEISPIEL 3. Anlegen einer Referenz für ein System auf der zweiten Festplatte.
Angenommen, man hat zwei Festplatten und auf der zweiten Festplatte ist ein
bootfähiges System installiert. Wenn die zweite Festplatte stationär eingebaut
ist, dann ist es sinnvoll, eine Referenz auf das System der zweiten Festplatte
zu erzeugen, die man aus dem SyMon-Menü der ersten Festplatte aufrufen kann.
Voraussetzung dafür ist, dass SyMon auch auf der zweiten Festplatte installiert
ist, auf welche sich die Referenz bezieht. So eine Referenz vereinfacht die
Auswahl des Systems, weil ja alle Systeme in einem einzigen Menü dargestellt
werden. Angenommen, man hat folgende Einstellungen auf der zweiten Festplatte:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
.............................................. irgendein System
3 Linux 2 3 1 - 0 2 0 ein
.............................................. irgendein System
Demzufolge, auf der zweiten Festplatte gibt es eine Linux Installation, die
sich selbst (Partition 2), eine Swap Partition (Partition 3) und, sagen wir,
eine FAT-Partition zum Datenaustausch mit DOS (Partition 1) "sieht". Dann
sollte man ein Einstellungen für die erste Festplatte wie folgt setzen:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
.............................................. irgendein System
5 Linux von hd1 a b c d 0 3 1 aus
.............................................. irgendein System
Wenn wir diese Eintragung lesen, sehen wir folgendes: der fünfte BS-Deskriptor
der Festplatte '0' (erste Festplatte) hat eine Referenz zur Festplatte '1'
(zweite Festplatte). Wenn man Linux von der zweiten Festplatte bootet, dan wird
die MBR-Partitionentabelle der ersten Festplatte so kompiliert, dass dorthin
die Partitionen 'a', 'b', 'c' und 'd' aus der internen Partitionenliste
eingetragen werden. Partition 'a' wird dabei als aktive markiert. Der Bootsektor
wird von der Festplatte '1' geladen (D=1). Das zu bootende System ist durch den
dritten Deskriptor beschrieben (BP=3), welcher sich auf der zweiten Festplatte
befindet. Weil dieser Deskriptor durch einen Passwort geschützt ist, wird der
Benutzer nach dem Passwort gefragt, wenn er versucht, Linux zu booten. Das
Passwort für die Referenz selber (Deskriptor Nr. 5) ist nicht gesetzt.
Wenn man all diese Parameter eingegeben hat, sieht man den Menü-Punkt
"Linux von hd1" im Hauptmenü, welcher das Booten von der zweiten
Festplatte bewirkt.
BEISPIEL 4. Booten von der ersten Festplatte unter Einbeziehung einer
bestimmten Konfiguration auf der zweiten Festplatte.
Weil ja SyMon bis zu 36 Partitionen ermöglicht, ist der Inhalt des MBR vom System
zu System unterschiedlich. Man muss für jedes System sein eigenes MBR kompilieren.
Hat man eine einzige Festplatte, dann geschieht das automatisch beim starten eines
BS, doch bei mehreren Festplatten werden ggf. einige zusätzliche Aktionen verlangt,
um zu garantieren, dass man den richtigen Satz von Partitionen auf den Festplatten
zwei bis vier hat. Angenommen, man hat zwei Systeme auf der zweiten Festplatte:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
0 MS DOS 0 1 - - 0 0 0 aus
1 Linux 2 3 - - 0 2 0 aus
Man kann hier sehen, dass die Partitionen der beiden BS absolut unterschiedlich
sind. Wenn man Linux von der ersten Festplatte booten und ihm dabei auch die
Linux Partitionen von der zweiten Festplatte zeigen möchte, dann muss man einen
bestimmten MBR-Inhalt auf der zweiten Festplatte garantieren. Um dies zu erreichen,
muss man folgendes tun:
-
Man wählt "Booten von HD1" im Hauptmenü, um zum Hauptmenü der zweiten Festplatte
zu wechseln. Jetzt sieht man das Menü mit MS DOS und Linux.
-
Man bewegt den Kursor zum Menü-Punkt "Linux" und drückt die LEERTASTE. Jetzt
erscheint ein Sternchen neben dem "Linux".
-
Man wählt "Booten von HD0". In diesem Augenblick wird das MBR der zweiten
Festplatte entsprechend dem "Linux"-Deskriptor kompiliert, das Hauptmenü
der ersten Festplatte erscheint wieder.
-
Jetzt bootet man Linux aus dem Hauptmenü der ersten Festplatte.
BEISPIEL 5. Booten eines BS mit MBR-Kompilierung auf allen Festplatten.
Wenn man mehrere Betriebssysteme hat und ihre Partitionen sich auf mehreren
Festplatten befinden, dann hat man das Problem, dass man beim Booten eines
Systems alle MBR-Einträge auf mehreren Festplatten gleichzeitig kompilieren
muss, falls diese Betriebssysteme unterschiedliche Partitionen benutzen. Man
könnte natürlich die SyMon-Menüs der Festplatten nacheinander aufrufen und
entsprechende MBR-Einträge mit Standartmitteln kompilieren, doch würde diese
Prozedur sehr schnell lästig werden.
Für solche Fälle sind in SyMon spezielle Makros vorgesehen. Makros erlauben,
MBR-Einträge auf bis zu 4 Festplatten automatisch zu kompilieren, falls
solche vorhanden sind.
Also angenommen, man hat zwei Festplatten, dabei existieren auf jeder
Festplatte sowohl FAT- als auch Linux-Partitionen. Auf der Festplatte
hd0 sind 2 bootfähige Betriebssysteme installiert, Windows 98 und Linux,
und man möchte, dass Windows 98 beim Booten auch die FAT-Partitionen von
der zweiten Festplatte zur Verfügung stehen, Linux dagegen soll beim Booten
seine Linux-Partitionen von hd1 bekommen.
Dann sollte man auf der Festplatte hd0 die Einstellungen wie folgt setzen:
Partitionen Editor:
0 .................... Linux
1 .................... Linux Swap
2 .................... FAT16
3 .................... Extended
SETUP:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
0 _Linux 0 1 - - 0 0 0 aus
1 _Windows 2 3 - - 0 2 0 aus
2 @Linux 0 0 - - 0 0 0 aus
3 @Windows 1 3 - - 0 1 0 aus
Auf der Festplatte hd1 sollte man die Einstellungen wie folgt setzen:
Partitionen Editor:
....................
4 .................... Linux
5 .................... FAT16
6 .................... Extended
SETUP:
Name des Systems 0 1 2 3 AP BP D Passw.
0 _Linux 4 - - - 0 0 0 aus
....................................
3 _Windows 5 6 - - 0 0 0 aus
Das bedeutet, man erzeugt auf der zweiten Festplatte BS-Deskriptoren,
deren Namen an erster Position einen Underline '_' haben. Das bewirkt,
dass die BS-Namen im Hauptmenü der zweiten Festplatte nicht erscheinen.
Sie dienen nur dazu, die MBR-Inhalte für verschiedene Fälle zu beschreiben.
Im Setup-Dialog der Festplatte hd0 sieht man 2 Makros-Einträge, die ein
voranstehendes '@'-Zeichen haben. Gerade diese Makros rufen entsprechende
MBR-Kombinationen für jede Festplatte auf, die durch verdeckte
BS-Deskriptoren vordefiniert sind. So wird beim Auswählen des
Makro-Eintrages @Linux der verdeckte BS-Deskriptor Nr. 0 für die Festplatte
hd0 genommen, und für die Festplatte hd1 der BS-Deskriptor Nr. 0 der
Festplatte hd1. Die Lage des Bootsektors folgt aus der Spalte 'D' und aus
dem Feld 'BP' der Makro-Beschreibung. Sollte der Makro-Eintrag @Windows
gewählt werden, dann wird das MBR der Festplatte hd0 entsprechend dem
BS-Deskriptor Nr. 1 gebildet, und MBR der Festplatte hd1 entsprechend dem
BS-Deskriptor Nr. 3. Das '@'-Zeichen wird im Hauptmenü ausgeblendet.
Wenn SyMon sich auf der Track 0 der Festplatte befindet, kann seine
Größe von ca. 30Kb nicht weiter steigen. In Zukunft wird das eine Erweiterung
seiner Funktionalität unmöglich machen. Diese Einschränkung verhindert es,
einige nützliche Tools in SyMon einzubauen. Solche Tools könnten z.B.
helfen, alte Konfigurationen zu benutzen, die von anderen Bootmanagern übrig
geblieben sind, oder z.B. logische Laufwerke in erweiterten Partitionen zu
erzeugen oder zu formatieren. Ohne solche Zusatztools ist SyMon zwar ein sehr
effektives Mittel beim Neuanlegen von Partitionen auf einer neuen Festplatte,
doch mit dem "Erbe" anderer Bootmanager tut er sich manchmal schwer. Doch
auch hier gibt es eine Lösung, man kann die Funktionalität von SyMon durch
Plugins erweitern, was seine starken Seiten noch mal hervorhebt.
Die dritte SyMon-Generation unterstützt Plugins, oder Zusatztools. SyMon
stellt den Plugins seine Kernel-Aufrufe zur Verfügung, solche wie die
dynamisch verlinkte Bibliothek, so dass Plugins viele Standartfunktionen
benutzen können, z.B. Zahlen- und Zeilenkonvertierungen, Platten I/O und
Zeichnungsfunktionen.
Ein Plugin sollte im SETUP Dialog mit Hilfe eines BS-Deskriptors beschrieben
werden. Solch ein BS-Deskriptor wird von SyMon auf eine besondere Weise
behandelt. Plugins sind dadurch definiert, dass der Festplatten-Parameter
"D" als "+" (Plus) gesetzt wird, das bedeutet, der Deskriptor gehört einem
Zusatztool. Weil alle Plugins sich immer auf der laufenden Festplatte
befinden, benötigt man das Feld "D" nicht für andere Zwecke.
Außer der Plugin-Identifikation enthält der Plugin-Deskriptor eine Info über
die Lage des Plugins. SyMon unterstützt zwei Wege, ein Plugin zu platzieren:
(a) als eine Datei im Wurzel-Verzeichnis einer FAT12-, FAT16-, FAT32-
oder NTFS-Partition
(b) in einer speziellen SyMon-Partition für Plugins (vor dem Release R3.17)
Als nächstes muss man in das Feld "Name des Systems" den Namen des Plugins eingeben
(mit Erweiterung), und in das Feld "BP" gibt man die Nummer der Partition ein,
auf welcher sich das Plugin befindet. Alle anderen Spalten, welche die Cyan-Farbe
(Standartpalette) haben, können nach ihrem Primärzweck genutzt werden.
Jedes Plugin hat einen Header, welcher bis zu 15 Punkte des Zusatztools enthalten
kann. Jeder dieser Punkte wird entweder im SyMon-Hauptmenü oder in einer extra
Liste angezeigt, je nach Definition des Entwicklers. So kann ein Plugin die Rolle
eines Erweiterungswerkzeuges spielen oder auch die Rolle eines komplexen Makro,
welches Betriebssysteme auf nicht-standarte Weise bootet. So können prinzipiell
mehrere Betriebssysteme von einem logischen Laufwerk gebootet werden.
Die Vorgehensweise bei Installation eines Plugins in eine FAT12-, FAT16-, FAT32-
oder NTFS-Partition ist sehr einfach. Man kopiert einfach das Plugin in das
Wurzel-Verzeichnis und erzeugt einen Plugin-Deskriptor im SETUP Dialog (F2).
Dieser Plugin-Deskriptor ist nicht komplexer als ein gewöhnlicher BS-Deskriptor.
Anstelle vom Systemnamen gibt man den Namen des Plugins ein, zusammen mit der
Erweiterung. Dann setzt man in das Feld "BP" die Nummer der Partition, auf welcher
sich das Plugin befindet. Das Feld "D" sollte ein "+"-Zeichen enthalten. Dadurch
wird der Deskriptor von SyMon als Plugin erkannt und so wird er im Hauptmenü ausgeblendet.
Inhalte anderer Felder können unterschiedlich sein und evtl. das Plugin beeinfüssen,
je nach seinem Entwicklungszweck.
Man braucht keine große Partition, um Plugins aufzubewahren. Wenn man sonst keine
FAT- oder NTFS-Partitionen hat, dann reicht ein einziger Zylinder für diesen Zweck.
Die Kapazität eines Zylinders beträgt ca. 63*255*512=~8MB auf einer modernen
Festplatte. Das ist ausreichend für mehr als 130 Plugins. Die Partition sollte z.B.
den FSC=0x06 (FAT16) haben und sie sollte nach dem Anlegen formatiert werden.
SyMon scannt nach Plugins jedes Mal, wenn eine Änderung der Parameter im SETUP Dialog
vorgenommen wird, so kann man Plugins auf der Stelle zu- oder abschalten, oder ggf.
eins nach dem anderen mit nur einem Plugin-Deskriptor benutzen.
Plugin-Einstellungen kann man direkt aus SyMon vornehmen. Jedes Plugin besteht aus
bis zu 15 Deskriptoren, die einem BS-Deskriptor sehr ähnlich sind. Man bekommt den
Zugang zu den Deskriptoren nur dann, wenn der Plugin-Deskriptor richtig beschrieben
ist. Das Feld "Passw." des Plugin-Deskriptors enthält das Wort "PLUG". Das Passwort
des Deskriptors selber wird nie geprüft, doch die Deskriptoren innerhalb des Plugins
können eigene Passwörter haben. Wenn man den Kursor zum Feld "aus/ein" bewegt und die
LEERTASTE drückt, dann wird der Plugin-Editor geöffnet, wo man verschiedene
Einstellungen am Plugin vornehmen kann.
Plugins können sowohl in Assembler- als auch in C-Programmiersprache entwickelt werden.
Die Entwicklung ist offen für jeden, wer daran Interesse hat.
SyMon R3 ist mit dem Standard Plugin (STDPLUG.PLG) ausgestattet. Dieser besteht
aus dem Features-Editor, dem Farben-Editor und dem Time-Table-Editor, welche die
Funktionalität von SyMon erheblich erweitern. Da der Farben-Editor eigentlich
selbsterklärend ist, wollen wir mehr Aufmerksamkeit den anderen Funktionen
schenken.
Der Features-Editor ermöglicht ein Fine-Tuning von SyMon, indem hier eine Reihe
von Einstellungen (Flags) gesetzt oder entfernt wird. Diese Einstellungen
beeinflussen das Verhalten von SyMon in bestimmten Situationen. Folgende Flags
kann man hier setzen:
-
Never offer booting from floppy. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im
Hauptmenü der Punkt "Booten von A:" ausgeblendet, damit ein potentieller Angreifer
nicht mal die Möglichkeit bekommt, das Disketten-Passwort zu knacken.
-
Never offer changing hard drive. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im
Hauptmenü der Punkt "Booten von HD1" ausgeblendet, falls das jemand brauchen
sollte.
-
Never offer boot using device plugins. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im
Hauptmenü der Punkt "Booten von CD-ROM" ausgeblendet, welcher normalerweise nach der
Installation vom CDDRV.PLG-Plugin erscheint.
-
Never offer turning power off. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im
Hauptmenü der Punkt "Computer ausschalten" ausgeblendet. Das kann sinnvoll sein,
falls Ihr BIOS diese Funktion nicht unterstützt und Sie den Menüpunkt loswerden
möchten.
-
Start default OS invisibly to user. Legen Sie einen großen Wert auf
Geheimhaltung, dann wird Ihnen dieser Flag ganz besonders gefallen. Ist er
gesetzt, dann bootet SyMon das Standard Bootsystem (siehe Setup Dialog) ohne
seine Oberfläche zu zeigen. Für Uneingeweihte wird es so aussehen, dass auf dem
Rechner ein einziges System installiert ist, die Kompilierung des MBR für
dieses System wird im Hintergrund ablaufen. Man muss hier natürlich beachten,
dass SyMon in diesem Fall nach einem Passwort nicht fragen kann, also wird
dieses ggf. auch nicht geprüft. Will man ein anderes System booten, dann
aktiviert man erst die SyMon-Oberfläche, indem man beim Hochfahren des PCs
eine vorher definierte Taste [LStrg oder andere] drückt. Ist jedoch das
Standard Bootsystem nicht vorhanden oder kommt es beim Booten zu anderen
Störungen, dann erscheint die SyMon-Oberfläche wie gewöhnlich.
-
Never hide FAT partitions on drive C. Ist dieser Flag gesetzt, dann
werden auf der ersten Festplatte (hd0) die FAT-Partitionen nicht automatisch
verdeckt. Hier muss man sagen, dass diese automatische Verdeckung von
FAT-Partitionen auf hd0 normalerweise sehr hilfreich ist, wenn man Microsoft
Systeme von der zweiten Festplatte (hd1) booten will. In diesem Fall muss man
garantieren, dass die Bootpartition auf hd1 den Laufwerksbuchstaben C: bekommt,
und das ist nur möglich, wenn das System keine primären FAT-Partitionen auf hd0
entdeckt. Man kann natürlich die FAT-Partitionen auch manuell verdecken, indem
man im Setup Dialog entsprechende Parameter eingibt, doch die meisten Benutzer
versuchen ein System von hd1 zu booten, noch bevor sie diese Zeilen lesen. Also
macht ihnen SyMon in dieser Situation das Leben leichter.
Wird diese automatische Verdeckung aber nicht erwünscht (ein System bootet
problemlos von hd1 und braucht FAT-Partitionen von hd0), dann kann man hier
diese Funktion abschalten.
-
Never limit cylinders in partition editor. Diesen Flag braucht man,
wenn ein Teil der Festplatte von BIOS nicht erkannt wird, z.B. geht es hier
um Bereiche hinter der 8Gb- oder 137Gb-Grenze. Normalerweise ist es unmöglich,
in diesen nicht erkannten Bereichen mit Hilfe von SyMon Partitionen anzulegen,
weil ja SyMon die gesamten Festplatten-Infos von BIOS bekommt und die Anzahl
von Zylindern entsprechend begrenzt. Setzt man aber hier den Flag, dann
wird es möglich sein, bis zu 65536 Zylindern zu adressieren. In diesem Fall
muss man jedoch die richtige Festplattengröße von Hand berechnen, um nicht in
die Bereiche außerhalb der Festplattenadressierung zu kommen.
-
Use hot keys in main menu. Diese Option bewirkt, dass im Hauptmenü
neben dem Namen eines BS die Nummer seines Deskriptors eingeblendet wird
(Symbole 0-9, A-J). Drückt man die entsprechende Taste, dann wird das
Betriebssystem sofort gebootet, ohne dass man den Kursor bewegen muss.
Mit Hilfe des Time-Table-Editors kann man bestimmen, welches BS booten wird,
nachdem der Timer abgelaufen ist. Normalerweise wird das Standard Bootsystem im
Setup Dialog definiert. Dieses System wird gebootet, wenn der Benutzer innerhalb
einer bestimmten Zeit keine Auswahl trifft. Doch mit Hilfe des Time-Table-Editors
kann man das zu bootende System abhängig von der Tageszeit machen. So kann man
je nach Tageszeit verschiedene Systeme definieren, die by default gestartet werden.
Zeitangabe kann man in 10-Minuten Intervallen machen. Hier ein Beispiel:
Zeitintervall
Name des Systems | Anfang | Ende |
______________________________________
Windows 98 | 08:00 | 20:00 |
Linux | 20:00 | 08:00 |
DOS | 12:00 | 13:00 |
In diesem Beispiel sind 3 Systeme definiert, die by default booten sollten.
Windows 98 sollte von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends booten. Linux soll von
8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens booten. DOS bootet von 12 bis 13 Uhr. Beachten
Sie, dass sich die Zeitinvervale von Windows 98 und DOS überlappen. SyMon
erlaubt solche Überlappungen. In diesem Fall wird das System gebootet, dessen
Zeitinverval kürzer ist. Hier ist es so zu verstehen: von 8 bis 20 Uhr soll
Windows 98 gebootet werden, mit Ausnahme des Intervalls von 12 bis 13 Uhr, wo
DOS bootet.
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Appendix A. Codes von Dateisystemen. |
FSC Name des Dateisystems
#00 leer
#01 DOS 12-bit FAT
#02 XENIX root file system
#03 XENIX /usr file system (obsolete)
#04 DOS 16-bit FAT (up to 32M)
#05 DOS 3.3+ extended partition | EXTENDED |
#06 DOS 3.31+ Large File System (16-bit FAT, over 32M) | FAT16 |
#07 OS/2 HPFS | NTFS, NPFS |
#08 AIX bootable partition, SplitDrive
#09 AIX data partition
#0A OS/2 Boot Manager
#0B Windows95 with 32-bit FAT | FAT32 |
#0C Windows95 with 32-bit FAT (INT 13 extensions) | FAT32x |
#0E LBA FAT16 (INT 13 extensions) | FAT16x |
#0F LBA EXTENDED (INT 13 extensions) | EXTENDEDx |
#11 OS/2 Boot Manager hidden 12-bit FAT partition
#14 OS/2 Boot Manager hidden sub-32M 16-bit FAT partition
#16 OS/2 Boot Manager hidden over-32M 16-bit FAT partition
#17 OS/2 Boot Manager hidden HPFS partition
#17 hidden NTFS partition
#18 AST special Windows swap file ("Zero-Volt Suspend" partition)
#19 Willowtech Photon coS
#1B hidden Windows95 FAT32 partition
#1C hidden Windows95 FAT32 partition (INT 13 extensions)
#1E hidden LBA VFAT partition
#24 NEC MS-DOS 3.x
#38 Theos
#3C PowerQuest PartitionMagic recovery partition
#40 VENIX 80286
#41 Personal RISC Boot
#42 SFS (Secure File System) by Peter Gutmann
#4D QNX | QNX |
#4E QNY | QNX |
#4F QNZ | QNX |
#50 OnTrack Disk Manager, read-only partition
#51 OnTrack Disk Manager, read/write partition
#51 NOVEL
#52 CP/M
#52 Microport System V/386
#53 OnTrack Disk Manager, write-only partition???
#54 OnTrack Disk Manager (DDO)
#56 GoldenBow VFeature
#61 SpeedStor
#63 Unix SysV/386 SCO, 386/ix
#63 Mach, MtXinu BSD 4.3 on Mach
#63 GNU HURD
#64 Novell NetWare 286
#65 Novell NetWare (3.11)
#67 Novell
#68 Novell
#69 Novell
#70 DiskSecure Multi-Boot
#75 PC/IX
#7E F.I.X.
#80 Minix v1.1 - 1.4a
#81 Minix v1.4b+
#81 Linux
#81 Mitac Advanced Disk Manager
#82 Linux Swap partition | Linux SWAP |
#82 Prime
#83 Linux native file system (ext2fs/xiafs) | Linux |
#84 OS/2-renumbered type 04h partition (related to hiding DOS C:)
#86 FAT16 volume/stripe set (Windows NT)
#87 HPFS Fault-Tolerant mirrored partition
#87 NTFS volume/stripe set
#93 Amoeba file system
#94 Amoeba bad block table
#A0 Phoenix NoteBIOS Power Management "Save-to-Disk" partition
#A5 FreeBSD, BSD/386 | FreeBSD |
#A6 OpenBSD | OpenBSD |
#A9 NetBSD (http://www.netbsd.org/)
#B7 BSDI file system (secondarily swap)
#B8 BSDI swap partition (secondarily file system)
#C1 DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured 12-bit FAT partition
#C4 DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured 16-bit FAT partition
#C6 DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured Huge partition
#C6 corrupted FAT16 volume/stripe set (Windows NT)
#C7 Syrinx Boot
#C7 corrupted NTFS volume/stripe set
#D8 CP/M-86
#DB CP/M, Concurrent CP/M, Concurrent DOS
#DB CTOS (Convergent Technologies OS)
#E1 SpeedStor 12-bit FAT extended partition
#E3 DOS read-only
#E3 Storage Dimensions
#E4 SpeedStor 16-bit FAT extended partition
#E5 SyMon Plugins partition
#F1 Storage Dimensions
#F2 DOS 3.3+ secondary partition
#F4 SpeedStor
#F4 Storage Dimensions
#FE LANstep
#FE IBM PS/2 IML
#FF Xenix bad block table